Der einsame Weg

von Arthur Schnitzler | Regie: Mateja Koležnik | WA am 23.09.2019 |

Dieses Stück ist der Aschermittwoch nach einem holden, eigentlich schon früher melancholischen Karneval: Katzenjammer der Seele; Entsagen; Alter; Schuldgefühl; Einsamkeit; sinkende Hüllen…

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Radetzkymarsch UA

nach Joseph Roth | Regie: Elmar Goerden | WA 10.09.2019 |

Elmar Goerden, ausgezeichnet mit dem Regie-Nestroy für Die Verdammten, nimmt sich wieder eines großen Familienepos an – dem Schicksal der Familie Trotta aus Joseph Roths epochalen Romanen Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft. Roth verwebt die Geschichte der Trottas fantasievoll mit den wechselhaften Geschicken Österreichs, beginnend bei der Schlacht von Solferino bis zu den Wirren des frühen 20. Jahrhunderts.

Ein grausamer Wille der Geschichte hat mein altes Vaterland, die österreichisch-ungarische Monarchie, zertrümmert. Ich habe es geliebt, dieses Vaterland, das mir erlaubte, ein Patriot und ein Weltbürger zugleich zu sein, ein Österreicher und ein Deutscher unter allen österreichischen Völkern. Ich habe die Tugenden und die Vorzüge dieses Vaterlands geliebt, und ich liebe heute, da es verstorben und verloren ist, auch noch seine Fehler und seine Schwächen. Deren hatte es viele. Es hat sie durch seinen Tod gebüßt. Es ist fast unmittelbar aus der Operettenvorstellung in das schaurige Theater des Weltkriegs gegangen. Mir und vielen anderen meiner internationalen Landsleute, die gleich mir ein Vaterland und damit eine Welt verloren haben, ist ein ganz anderes -Österreich bekannt und vertraut als jenes, das sich in seinen Export-Operetten zu Lebzeiten offenbart hat und das sich nach dem Tode nur noch in seinem billigsten Export bewahrt. Ich habe die merkwürdige Familie der Trottas, von denen ich in meinem Buch Radetzkymarsch berichten will, gekannt und geliebt, die Spartaner unter den Österreichern. An ihrem Aufstieg, an ihrem Untergang glaube ich den Willen jener unheimlichen Macht erkennen zu dürfen, die am Schicksal eines Geschlechts das einer historischen Gewalt deutet. Die Völker vergehn, die Reiche verwehn. Aus dem Vergehenden, dem Verwehenden das Merkwürdige und zugleich das Menschlich-Bezeichnende festzuhalten ist die Pflicht des Schriftstellers. Er hat die erhabene und bescheidene Aufgabe, die privaten Schicksale aufzuklauben, welche die Geschichte fallen läßt, blind und leichtfertig, wie es scheint.
Joseph Roth, Vorwort zu Radetzkymarsch

Text von (https://www.josefstadt.org)


Tatort: Wahre Lügen

Tatort Wahre Lügen | ORF/ARD | Regie: Thomas Roth |

Mit dem Mord an einer Journalistin, die zuletzt an einer Geschichte über illegale Waffengeschäfte gearbeitet hat, beginnt ein neuer Krimi – der das Ermittlerduo nicht nur an seine Grenzen, sondern zu einem nicht restlos aufgeklärten Todesfall aus der Vergangenheit bringt.
Zum Pressetext der APA geht es hier.

 


That’s me…

Alexander Absenger wurde 1985 geboren und wuchs in Graz auf.
Von 2005 bis 2009 studierte er Schauspiel am Konservatorium der Stadt Wien und spielte währenddessen als Gast u.a. am Theater Drachengasse, am Off – Theater sowie am Theater der Jugend. Nach Abschluss seines Studiums wurde er als festes Ensemblemitglied ans Schauspielhaus Magdeburg engagiert. Es standen regelmäßige Arbeiten u.a. mit den Regisseuren Claudia Bauer, Mateja Koležnik, Nina Mattenklotz, Jan Jochymski, Marc Lunghuß und Sascha Hawemann am Plan.
Es folgten Produktionen am Theater Osnabrück (R.: Lilli-Hannah Hoepner) und am Theater der Jugend Wien (R.: Michael Schachermaier).
Im Jahr 2015 wurde Alexander Absenger für “Kafka” (R.: Elmar Goerden) in der Kategorie Bester Nachwuchs und 2017 für „Die Verdammten“ (R: Elmar Goerden) als beste Nebenrolle für den Nestroy nominiert.